Kurz beantwortet
Die Kosten einer Website ergeben sich aus dem Aufwand in Personentagen mal dem Tagessatz, dazu kommen Domain, Hosting und Pflege. Freiberufliche Software- und Webentwickler berechnen laut Freelancer-Kompass 2026 im Median 90 Euro pro Stunde, ein Tag mit acht Stunden liegt damit bei 720 Euro netto. Braucht eine Website 10 Personentage, sind das rund 7.200 Euro netto. Den Aufwand bestimmen vor allem Zahl und Art der Seiten, Gestaltung, Inhalte, Funktionen und Schnittstellen.
01So entstehen die Kosten
Die Kosten folgen dem Aufwand: Personentage mal Tagessatz. Ein Festpreis setzt voraus, dass der Umfang geklärt ist; bis dahin sind Spannen seriöser als eine einzelne Zahl.
Als Marktwert für den Satz eignet sich der Freelancer-Kompass von freelancermap. Für 2026 wurden rund 5.400 Freelancer befragt; der Median für Software- und Webentwicklung liegt bei 90 Euro pro Stunde, über alle IT-Bereiche bei 95 Euro. Agenturen und Studios kalkulieren zusätzlich Projektleitung, Gestaltung und Qualitätssicherung.
| Aufwand | Kosten netto | mit 19 % Umsatzsteuer |
|---|---|---|
| 5 Personentage | 3.600 € | 4.284 € |
| 10 Personentage | 7.200 € | 8.568 € |
| 20 Personentage | 14.400 € | 17.136 € |
| 40 Personentage | 28.800 € | 34.272 € |
Die Zeilen sind Rechenbeispiele, keine Einordnung bestimmter Websites. Wie viele Personentage ein Vorhaben braucht, zeigt erst die Klärung von Seiten, Inhalten und Funktionen.
02Was den Aufwand bestimmt
- Seiten und Vorlagen: wie viele Seiten es gibt und wie viele unterschiedliche Seitentypen.
- Gestaltung: ein angepasstes Theme oder ein eigenes Designsystem mit Typografie, Bildern und Bewegung.
- Inhalte: wer Texte schreibt und Fotos liefert, und in wie vielen Sprachen.
- Funktionen: Formulare, Terminbuchung, Shop, Mitgliederbereich oder Suche.
- Redaktionssystem: ob Sie Inhalte selbst pflegen wollen und wie viel Freiheit dabei nötig ist.
- Schnittstellen: Newsletter, Kundenverwaltung, Buchungs- oder Warenwirtschaftssysteme.
- Technik und Sichtbarkeit: Ladezeit, eine saubere Struktur für Suchmaschinen, Datenschutz und Barrierefreiheit.
Ob eine bestehende Website neu gebaut oder weiterentwickelt werden sollte, prüft der Artikel „Website neu bauen oder verbessern?“.
03Baukasten, Freelancer oder Studio
| Weg | Passt, wenn | Zu bedenken |
|---|---|---|
| Baukasten | eine einfache Präsenz reicht und Sie Texte und Bilder selbst pflegen | eigener Zeitaufwand, Grenzen bei Gestaltung und Funktionen, Umzug zu einem anderen Anbieter |
| Freelancer | Umfang und Gestaltung klar sind und eine Person alles abdeckt | Verfügbarkeit, Vertretung und Wartung vorab klären |
| Agentur oder Studio | Konzept, Gestaltung, Entwicklung und Betreuung aus einer Hand kommen sollen | Projektleitung und Qualitätssicherung werden mitkalkuliert |
04Laufende Kosten
- Domain: eine Jahresgebühr beim Anbieter.
- Hosting: vom kleinen Webspace bis zum eigenen Server, je nach Technik und Besucherzahl.
- Sicherheitszertifikat: Let’s Encrypt stellt Zertifikate kostenlos aus; viele Hoster binden sie automatisch ein.
- Pflege: Updates für Redaktionssystem und Erweiterungen, Sicherungen und kleine Änderungen.
05Barrierefreiheit: seit 2025 Pflicht für viele Shops
Seit dem 28. Juni 2025 müssen nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) unter anderem Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr barrierefrei sein. Gemeint sind Websites und Apps, über die Verbraucher einen Vertrag abschließen, etwa Online-Shops oder Buchungen (§ 1 Abs. 3 und § 2 Nr. 26 BFSG).
Ausgenommen sind Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten: weniger als zehn Beschäftigte und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme (§ 3 Abs. 3 und § 2 Nr. 17 BFSG). Reine Informationsseiten ohne Vertragsabschluss fallen nicht unter diese Pflicht; barrierearm zu bauen lohnt sich trotzdem. Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung.
06So bekommen Sie ein belastbares Angebot
- Das Ziel der Website und die wichtigste Handlung der Besucher, etwa Anfrage oder Buchung.
- Eine Seitenliste und wer die Inhalte liefert.
- Funktionen und Schnittstellen, soweit bekannt.
- Den gewünschten Starttermin und einen Budgetrahmen, gern als Spanne.
Mit diesen Angaben lässt sich ein Aufwand in Etappen schätzen. Im Anfrageformular gibt es dafür ein eigenes Feld für den Budgetrahmen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Website für ein kleines Unternehmen?
Das hängt vom Aufwand ab: Personentage mal Tagessatz. Beim Median von 90 Euro pro Stunde und acht Stunden am Tag kosten 5 Personentage 3.600 Euro netto und 10 Personentage 7.200 Euro. Dazu kommen Domain, Hosting und Pflege.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Domain und Hosting, dazu die Pflege: Updates für Redaktionssystem und Erweiterungen, Sicherungen und kleine Änderungen. Ein Sicherheitszertifikat gibt es bei Let’s Encrypt kostenlos.
Was kostet ein Webentwickler pro Stunde?
Freiberufliche Software- und Webentwickler berechnen laut Freelancer-Kompass 2026 im Median 90 Euro pro Stunde. Agenturen und Studios kalkulieren zusätzlich Projektleitung, Gestaltung und Qualitätssicherung.
Muss meine Website barrierefrei sein?
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das für Websites und Apps, über die Verbraucher Verträge abschließen, etwa Online-Shops, sofern das Unternehmen kein Kleinstunternehmen ist (BFSG). Reine Informationsseiten fallen nicht darunter.
Baukasten oder eigene Website?
Ein Baukasten reicht für eine einfache Präsenz, die Sie selbst pflegen. Eine eigens entwickelte Website lohnt sich, wenn Gestaltung, Funktionen oder Schnittstellen über die Vorlagen hinausgehen.
Quellen
- freelancermap: Freelancer-Kompass 2026 (öffnet neuen Tab)
- freelancermap: IT-Freelancer-Stundensätze 2026 (2. Juli 2026) (öffnet neuen Tab)
- Barrierefreiheitsstärkungsgesetz § 1: Anwendungsbereich (öffnet neuen Tab)
- Barrierefreiheitsstärkungsgesetz § 2: Begriffe (öffnet neuen Tab)
- Barrierefreiheitsstärkungsgesetz § 3: Barrierefreiheitsanforderungen, Ausnahme für Kleinstunternehmen (öffnet neuen Tab)
- Let’s Encrypt: Über Let’s Encrypt (öffnet neuen Tab)
Über den Autor
Geschäftsführer
Iron Saleh
NorthProfit UG (haftungsbeschränkt)
Iron Saleh leitet NorthProfit Studio. Er plant, gestaltet und entwickelt die Projekte des Studios und betreibt dessen neun eigene Produkte.
Passende Leistung
Vom klaren Auftritt bis zum Kundenportal oder internen Dashboard.
Projekt einordnen lassenWebdesign & Webentwicklung Düsseldorf