Kurz beantwortet

Die Kosten einer App ergeben sich aus dem Aufwand in Personentagen mal dem Tagessatz; dazu kommen Gebühren der App-Stores und laufende Kosten. Freiberufliche Software- und Webentwickler berechnen laut Freelancer-Kompass 2026 im Median 90 Euro pro Stunde, ein Tag mit acht Stunden liegt damit bei 720 Euro netto. Braucht eine App 30 Personentage, sind das rund 21.600 Euro netto. Den Aufwand bestimmen vor allem Plattformen, Konten und Server, Zahlungen, Schnittstellen und Tests.

01So entstehen die Kosten

Die Kosten folgen dem Aufwand: Personentage mal Tagessatz. Ein Festpreis setzt voraus, dass der Umfang geklärt ist; bis dahin sind Spannen seriöser als eine einzelne Zahl.

Als Marktwert für den Satz eignet sich der Freelancer-Kompass von freelancermap. Für 2026 wurden rund 5.400 Freelancer befragt; der Median für Software- und Webentwicklung liegt bei 90 Euro pro Stunde, über alle IT-Bereiche bei 95 Euro. Agenturen und Studios kalkulieren zusätzlich Projektleitung, Gestaltung und Qualitätssicherung.

Rechenbeispiele mit 90 Euro pro Stunde und 8 Stunden je Tag
AufwandKosten nettomit 19 % Umsatzsteuer
10 Personentage7.200 €8.568 €
30 Personentage21.600 €25.704 €
60 Personentage43.200 €51.408 €
120 Personentage86.400 €102.816 €

Die Zeilen sind Rechenbeispiele, keine Einordnung bestimmter Apps. Wie viele Personentage ein Vorhaben braucht, zeigt erst die Klärung von Kernablauf, Plattformen und Schnittstellen.

02Was den Aufwand bestimmt

  • Plattformen: iPhone, Android oder beide. Plattformübergreifende Frameworks wie React Native oder Flutter nutzen eine gemeinsame Codebasis für iOS und Android.
  • Konten und Server: Anmeldung, Datenspeicherung, Abgleich zwischen Geräten und ein Backend, das betrieben werden muss.
  • Zahlungen: In-App-Käufe und Abos mit Wiederherstellung, Kündigung und Prüfung der Käufe.
  • Schnittstellen: Anbindung an vorhandene Systeme wie Warenwirtschaft, Kundenkonto oder Kalender.
  • Gerätefunktionen: Kamera, Standort, Mitteilungen oder Betrieb ohne Netz.
  • Gestaltung und Barrierefreiheit: eigenes Design, große Schrift, Bildschirmleser und Tests auf echten Geräten.
  • Veröffentlichung: Store-Texte, Bilder, Datenschutzangaben und die Prüfung durch Apple und Google.

Am meisten spart ein klar begrenzter erster Umfang. Wie Sie ihn festlegen, beschreibt der Artikel „App planen, ohne am Umfang zu scheitern“.

03Gebühren der App-Stores

Gebühren für Entwicklerkonten, Stand 29. September 2026
StoreGebührQuelle
Apple App Store99 US-Dollar je Mitgliedsjahr, bei der Anmeldung in Landeswährung angezeigtApple Developer Program (öffnet neuen Tab)
Google Play25 US-Dollar einmalig bei der RegistrierungPlay Console-Hilfe (öffnet neuen Tab)

Bei Käufen und Abos in der App behalten Apple und Google eine Provision ein. Wie hoch sie ist, hängt von Region, Umsatz, Kaufart und Vertragsmodell ab; im Europäischen Wirtschaftsraum gelten bei Google Play seit dem 30. Juni 2026 neue Sätze. Maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen beider Stores.

04Laufende Kosten nach dem Start

  • Die Mitgliedschaft im Apple Developer Program, jedes Jahr.
  • Server, Datenbank und Speicher, wenn die App ein Backend hat; die Kosten wachsen mit Nutzung und Datenmenge.
  • Wartung: Anpassungen an neue iOS- und Android-Versionen und an Vorgaben der Stores, dazu Sicherheitsupdates der verwendeten Bibliotheken.
  • Support und Weiterentwicklung, sobald echte Nutzung zeigt, was fehlt.

05So bekommen Sie ein belastbares Angebot

  • Ziel und Zielgruppe in einem Satz: Wer soll was erreichen können?
  • Den Kernablauf vom Einstieg bis zum Ergebnis, am besten skizziert.
  • Plattformen, Konten, Zahlungen und Schnittstellen, soweit bekannt.
  • Den gewünschten Zeitpunkt und einen Budgetrahmen, gern als Spanne.

Mit diesen Angaben lässt sich ein Aufwand in Etappen schätzen. Im Anfrageformular gibt es dafür ein eigenes Feld für den Budgetrahmen.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache App?

Das hängt vom Aufwand ab: Personentage mal Tagessatz. Beim Median von 90 Euro pro Stunde und acht Stunden am Tag kosten 10 Personentage 7.200 Euro netto, 30 Personentage 21.600 Euro. Wie viele Tage eine App braucht, zeigt erst die Klärung von Kernablauf, Plattformen und Schnittstellen.

Was kostet ein App-Entwickler pro Stunde?

Freiberufliche Software- und Webentwickler berechnen laut Freelancer-Kompass 2026 im Median 90 Euro pro Stunde, über alle IT-Bereiche sind es 95 Euro. Agenturen und Studios kalkulieren zusätzlich Projektleitung, Gestaltung und Qualitätssicherung.

Welche Gebühren verlangen Apple und Google?

Das Apple Developer Program kostet 99 US-Dollar je Mitgliedsjahr, Google Play einmalig 25 US-Dollar. Bei Käufen in der App behalten beide eine Provision ein, deren Höhe von Region, Umsatz und Vertragsmodell abhängt.

Ist eine App für iOS und Android teurer?

Meist ja, weil zwei Plattformen getestet und veröffentlicht werden. Plattformübergreifende Frameworks wie React Native oder Flutter nutzen dafür eine gemeinsame Codebasis.

Welche laufenden Kosten hat eine App?

Die jährliche Apple-Mitgliedschaft, Server und Datenbank bei Apps mit Backend, Wartung für neue iOS- und Android-Versionen sowie Support und Weiterentwicklung.

Quellen

Über den Autor

Geschäftsführer

Iron Saleh

NorthProfit UG (haftungsbeschränkt)

Iron Saleh leitet NorthProfit Studio. Er plant, gestaltet und entwickelt die Projekte des Studios und betreibt dessen neun eigene Produkte.

Passende Leistung

Für Kunden, Mitarbeitende oder ein eigenes Produkt – iOS und Android aus einer Hand.

Projekt einordnen lassenApp-Entwicklung in Düsseldorf