Kurz beantwortet
Die Einrichtung kostet Aufwand mal Tagessatz: Beim Median von 90 Euro pro Stunde für Software- und Webentwicklung sind 5 Personentage 3.600 Euro netto, 10 Personentage 7.200 Euro. Laufend zahlen Sie an Shopify den Tarif, laut Shopify-Preisseite ab 27 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung, dazu Gebühren je Zahlung und kostenpflichtige Apps. Den Aufwand bestimmen vor allem Sortiment, Produktdaten, Theme-Anpassungen und Sonderabläufe.
01Zwei Arten von Kosten
Einmalig ist die Einrichtung: Theme auswählen und anpassen, Produkte anlegen, Zahlungen, Versand und Steuern einrichten, Rechtstexte einbinden und alles testen. Das übernehmen Sie selbst, eine Freelancerin oder ein Studio.
Laufend zahlen Sie den Shopify-Tarif, Gebühren je Zahlung, kostenpflichtige Apps und gegebenenfalls ein gekauftes Theme. Dazu kommen Pflege und Weiterentwicklung, wenn Sie das nicht selbst übernehmen.
02Laufende Kosten bei Shopify
| Tarif | Monatlich | Jährlich gezahlt, je Monat | Kartenzahlung online mit Shopify Payments | Gebühr bei anderem Zahlungsanbieter |
|---|---|---|---|---|
| Basic | 36 € | 27 € | 2,1 % + 0,30 € | 2 % |
| Grow | 105 € | 79 € | 1,8 % + 0,30 € | 1 % |
| Advanced | 384 € | 289 € | 1,6 % + 0,30 € | 0,6 % |
Für sehr große Shops gibt es Shopify Plus ab 2.100 € im Monat. Maßgeblich sind die aktuellen Angaben auf der Preisseite und in Ihrem Shopify-Konto.
Viele Funktionen kommen über Apps aus dem Shopify App Store, etwa für Bewertungen, Abos oder Partnerprogramme. Manche sind kostenlos, viele kosten monatlich. Rechnen Sie sie in die laufenden Kosten ein, bevor Sie sich festlegen.
03Was die Einrichtung kostet
Die Einrichtung folgt dem Aufwand: Personentage mal Tagessatz. Als Marktwert für den Satz eignet sich der Freelancer-Kompass von freelancermap: Für 2026 liegt der Median für Software- und Webentwicklung bei 90 Euro pro Stunde, ein Tag mit acht Stunden also bei 720 Euro netto.
| Aufwand | Kosten netto | mit 19 % Umsatzsteuer |
|---|---|---|
| 3 Personentage | 2.160 € | 2.570,40 € |
| 5 Personentage | 3.600 € | 4.284 € |
| 10 Personentage | 7.200 € | 8.568 € |
| 20 Personentage | 14.400 € | 17.136 € |
Die Zeilen sind Rechenbeispiele, keine Einordnung bestimmter Shops. Den Aufwand bestimmen vor allem:
- Sortiment: wie viele Produkte und Varianten es gibt und ob die Daten schon als Tabelle vorliegen.
- Theme: ein fertiges Theme anpassen oder ein eigenes Design umsetzen.
- Zahlungen und Versand: Zahlungsarten, Versandländer, Versandregeln und Abholung.
- Steuern: Verkauf in andere EU-Länder, Kleinunternehmerregelung oder besondere Steuersätze.
- Sonderabläufe: Abos, Händlerpreise, Partner- und Empfehlungsprogramme oder Anbindungen an Warenwirtschaft und Buchhaltung.
- Umzug: Übernahme von Produkten, Kundenkonten und Bestellungen aus einem anderen Shopsystem, mit Weiterleitungen für geänderte Adressen.
Selbst rechnen können Sie mit dem Kostenrechner im Artikel „Was kostet eine Website?“.
04Vor dem Start: Pflichten für Shops in Deutschland
Shopify liefert die Technik, die rechtlichen Pflichten bleiben bei Ihnen. Die wichtigsten Punkte:
- Ein Impressum mit den Angaben nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz, von jeder Seite aus erreichbar.
- Widerrufsbelehrung, AGB und Datenschutzerklärung, passend zu Ihrem Sortiment.
- Ein Bestellknopf, der eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweist, etwa „zahlungspflichtig bestellen“ (§ 312j Abs. 3 BGB).
- Grundpreise, wenn Sie Waren nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche anbieten (§ 4 Preisangabenverordnung).
- Eine Einwilligung, bevor Cookies oder Skripte gesetzt werden, die nicht unbedingt nötig sind (§ 25 TDDDG).
- Barrierefreiheit: Seit dem 28. Juni 2025 müssen Online-Shops für Verbraucher barrierefrei sein, außer bei Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme.
Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Rechtstexte bekommen Sie von einer Anwaltskanzlei oder einem spezialisierten Rechtstexte-Dienst.
05Selbst machen, Freelancer oder Studio
| Weg | Passt, wenn | Zu bedenken |
|---|---|---|
| Selbst einrichten | das Sortiment klein ist und Sie Zeit haben, sich in Shopify einzuarbeiten | Rechtliches, Steuern und Tests liegen ganz bei Ihnen |
| Freelancer | Umfang und Gestaltung klar sind und eine Person alles abdeckt | Vertretung, Wartung und Übergabe vorab klären |
| Agentur oder Studio | Einrichtung, Gestaltung, Sonderabläufe und Betreuung aus einer Hand kommen sollen | Projektleitung und Tests werden mitkalkuliert |
06So bekommen Sie einen Festpreis
- Die Zahl der Produkte und Varianten, am besten mit einer Beispieltabelle.
- Zahlungsarten, Versandländer und Versandregeln.
- Ein oder zwei Shops, die Ihnen gefallen, als Richtung für das Theme.
- Sonderwünsche wie Abos, Händlerpreise oder Partnerprogramme.
- Den gewünschten Starttermin.
Mit diesen Angaben lässt sich der Aufwand schätzen und ein Festpreis mit Abnahmeliste anbieten.
Häufige Fragen
Was kostet ein Shopify-Shop im Monat?
Laut Shopify-Preisseite (Stand 3. November 2026) kostet Basic 36 Euro im Monat oder 27 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung, Grow 105 bzw. 79 Euro und Advanced 384 bzw. 289 Euro. Dazu kommen Gebühren je Zahlung und kostenpflichtige Apps.
Was kostet es, einen Shopify-Shop einrichten zu lassen?
Aufwand mal Tagessatz: Beim Median von 90 Euro pro Stunde kosten 5 Personentage 3.600 Euro netto und 10 Personentage 7.200 Euro. Wie viele Tage es braucht, hängt von Sortiment, Theme und Sonderabläufen ab. Bei NorthProfit Studio gilt: Der Festpreis beginnt bei 3.900 € zzgl. USt.; genau beziffert wird er, sobald der Umfang schriftlich geklärt ist.
Muss ich Shopify Payments nutzen?
Nein. Mit einem anderen Zahlungsanbieter verlangt Shopify aber eine zusätzliche Gebühr auf jede Zahlung: laut Preisseite 2 Prozent im Tarif Basic, 1 Prozent bei Grow und 0,6 Prozent bei Advanced.
Welche Rechtstexte braucht ein Shopify-Shop?
Impressum, Datenschutzerklärung, Widerrufsbelehrung und in der Regel AGB. Dazu kommen ein eindeutig beschrifteter Bestellknopf und eine Einwilligung für Cookies, die nicht unbedingt nötig sind. Die Texte sollten von einer Rechtsberatung oder einem Rechtstexte-Dienst kommen.
Muss mein Shop barrierefrei sein?
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das für Online-Shops, die an Verbraucher verkaufen, sofern Sie kein Kleinstunternehmen sind: weniger als zehn Beschäftigte und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme.
Quellen
- Shopify: Preise (Deutschland) (öffnet neuen Tab)
- freelancermap: Freelancer-Kompass 2026 (öffnet neuen Tab)
- freelancermap: IT-Freelancer-Stundensätze 2026 (2. Juli 2026) (öffnet neuen Tab)
- Digitale-Dienste-Gesetz § 5: Allgemeine Informationspflichten (öffnet neuen Tab)
- BGB § 312j: Besondere Pflichten im elektronischen Geschäftsverkehr gegenüber Verbrauchern (öffnet neuen Tab)
- Preisangabenverordnung § 4: Pflicht zur Angabe des Grundpreises (öffnet neuen Tab)
- TDDDG § 25: Schutz der Privatsphäre bei Endeinrichtungen (öffnet neuen Tab)
- Barrierefreiheitsstärkungsgesetz § 1: Anwendungsbereich (öffnet neuen Tab)
- Barrierefreiheitsstärkungsgesetz § 3: Ausnahme für Kleinstunternehmen (öffnet neuen Tab)
Über den Autor
Geschäftsführer
Iron Saleh
NorthProfit UG (haftungsbeschränkt)
Iron Saleh leitet NorthProfit Studio. Er plant, gestaltet und entwickelt die Projekte des Studios und betreibt dessen neun eigene Produkte.
Passende Leistung
Neuer Shop oder Neuaufbau: Theme, Zahlungen, Versand und Steuern, mit Testbestellung.